Sonntag, 11. Februar 2018

♡Rezension♡ Bitterfrost

Titel: Bitterfrost 
Autorin: Jennifer Estep
Verlag: ivi 
Seiten: 384
Reihe: Band 1 

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Klappentext:
"Mein Name ist Rory Forseti. Als Spartanerin wurde ich von klein auf darauf trainiert, eine stolze Kriegerin und die perfekte Waffe zu sein. Doch nachdem ich erfahren habe, dass meine getöteten Eltern Mörder und Verbrecher waren, ist von meinem Stolz auf mein Kriegererbe nicht viel übrig.
Doch ich weiß eines ganz genau: Wenn der Tag gekommen ist, an dem ich die schrecklichen Taten meiner Eltern wiedergutmachen kann, dann werde ich alles tun, was in meiner Macht steht, und kämpfen. Vielleicht ist dieser Tag ja heute."

Beurteilung:
Ich bin an dieses Buch (wie an jedes Estep-Buch) mit hohen Erwartungen und viel Vorfreude gegangen. Doch leider ist es meiner Meinung nach das schlechteste Buch von der Autorin. Ich fand das Buch nicht schlecht sondern eigentlich ganz gut, aber verglichen mit den sonstiges Leistungen von Jennifer Estep kann dieses nicht mithalten.
Ich kam total schwer in die Geschichte. Ich hatte das Gefühl Frostkuss nochmal zu lesen, mit einer anderen Protagonisten und ein paar anderen Details. Doch es gab einfach eine unglaubliche Ähnlichkeit zur Frost-Reihe. Ständig vergleicht Rory alles mit Gwen und scheint ihr irgendwie nachahmen zu wollen. Und natürlich bekommt sie auch ein sprechendes Schwert und eine Walküre als Freundin. Lässt man nun alles weg, was mich so an die Frostreihe erinnert, hat man einige schöne und spannende Stellen. Besonders zum Ende hin kann man eine deutliche Abspaltung erkennen und das Buch wird besser und besser.
Rory empfand ich größtenteils als eine angenehme Protagonistin. Man konnte mit ihr mitfühlen und es verstehen, warum sie denkt und handelt wie sie es tut. Manchmal war sie mir einfach zu pessimistisch, doch man konnte das auch gut ertragen, es passt halt auch zu ihrem Leben und ihrem Wesen. Man merkt auch, wie sehr sie von Gwen geprägt wurde und, dass sie eifersüchtig und trotzdem stolz auf sie ist. Rory ist ein authentisches Teenagermädchen.
Die Krieger rund um Rory  gefielen mir sehr gut. Ihre Eigenschaften passten gut zu dem jeweiligen Charakter und ich fand die Entwicklung sehr interessant und gut nachvollziehbar.
Außerdem gab es ein Wiedersehen mit einigen bekannten Charakteren. Ich fand es schön, das alte Bekannte eine Rolle in dem Buch einnehmen durften.
Diese Bösewichte waren nicht überraschend und ein wenig langweilig. Sie waren vorhersehbar und nichts besonders, was ich recht schade fand. Hier wurde Potenzial verschenkt. Denn auch die Kampfszenen waren immer gleich. Durch ein bestimmtes Artefakt lief jeder Kampf wie der zuvor und Rory ist natürliche eine wunderbare Kriegerin, die keinerlei Probleme hatte bis zum Showdown. Der letzte Kampf war die spannendste Szene im Buch. Hier wurde nochmal total viel rausgeholt und der Spannungsbogen erreichte seinen Höhepunkt.
Der Schreibstil war flüssig und gut verständlich. Doch mich störte es total, dass es ständig Anspielung auf das Wort (Bitter-)Frost gab. Immer wieder kamen Sätze wie "bitterer Frost umschlang mein Herz", das war einfach zu viel. Gut fand ich die Anspielungen auf weitere Estep-Bücher wie Karma-Girl und Blake Blade. Diese Eastereggs finde ich super gerne und freue mich da sehr drüber.
Das Cover und die Aufmachung des Buches finde ich toll. Es passt super gut zu bestehenden Büchern und sieht im Regal sehr schön aus.

Fazit:
Wenn man außer Acht lässt, dass die Geschichte der Frost-Reihe so ähnelt, dann handelt es sich um ein tolles Buch mit einer spannenden Protagonistin und einer tollen Idee dahinter. So wie es jetzt ist empfand ich es als schlechtestes Estep-Buch, aber trotzdem mochte ich es.
Man sollte seine Erwartungen nicht so hoch ansetzten, dann kann das Buch einen bestimmt gut überzeugen.

~Anna

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