Freitag, 5. Mai 2017

In der Plauderecke mit... Tobias Kühnlein

Das heutige Interview habe ich mit Tobias Kühnlein geführt. Mal gucken, was er uns so verraten mag!


Darf ich vorstellen: Tobias Kühnlein
1. Verrate uns wer du bist und wo wir dich im Internet finden können:
Mein Name ist Tobias Kühnlein, ich bin 34 Jahre alt, geboren und aufgewachsen im südlichsten Zipfel Oberfrankens. Mich und meine Bücher findet ihr im Netz unter www.wahnsinnsbuecher.de oder auf Facebook unter www.facebook.com/derwahnsinn.buch

2. Wie viele Bücher hast du geschrieben?
Bislang gehen zwei Bücher auf mein Konto. Nebenbei schreibe ich aber auch noch sporadisch für www.infranken.de, www.gbase.ch und verfasse außerdem Texte und Inhalte für New European Championship Wrestling, die Wrestling-Liga von Alex Wright. (www.new-wrestling.de) 

3. Wie heißen deine Bücher und wovon handeln sie?
Mein erstes Buch heißt "Der Wahnsinn hat Spätschicht - Wahre Geschichten vom anderen Ende der Servicewüste". Es handelt auf sehr humorvolle, augenzwinkernde aber auch kritische Weise von meinen Erlebnissen in meinem Beruf als gelernter Einzelhandelskaufmann. 
Die Fortsetzung "Der Wahnsinn macht Kassensturz" führt dieses Thema und die Geschichte dann weiter. Beide Bücher sind in erster Linie zur Unterhaltung und zum Schmunzeln und Lachen gedacht, haben aber auf den zweiten Blick durchaus auch ernste Botschaften. 


4. Wie kamst du auf die Ideen zu deinen Werken? 
Nachdem ich einige Jahre im Verkauf arbeitete, sammelten sich in meinem Kopf die kuriosen Geschichten, die man tagtäglich im Einzelhandel erlebt. Merkwürdige Kunden, verrückte Wünsche, seltsame Beratungsgespräche und vieles mehr. Irgendwann hatte ich so viele absurde Geschichten erlebt, dass ich damit begann, sie aufzuschreiben. Zu dem Zeitpunkt war allerdings nie geplant, diese in Buchform zu veröffentlichen.  

Sein Debüt
5. Beschreibe doch mal den Weg von der Idee zum Buch:

Nun, die Idee habe ich ja eben schon beschrieben. Die vielen kuriosen Erlebnisse aus meinem Beruf wollte ich einfach irgendwie aufschreiben. Ich arbeitete mit größeren Unterbrechungen zwei Jahre lang an der Rohfassung, habe irgendwann Figuren hinzugefügt und Kapitel inhaltlich verbunden. Nach einer langen Zeit war dann ein erster Entwurf mit 150 Seiten fertig, den ich einer guten Freundin und damaligen Kollegin zum Geburtstag schenkte. Sie war begeistert davon, ebenso meine Familie und einige Freunde, also kam irgendwann die Idee, es wirklich als Buch zu veröffentlichen. 





6. Wie hast du es geschafft deine Bücher zu veröffentlichen? Ich stelle mir das nicht leicht vor
Als ich den Entschluss getroffen hatte, mein erstes Werk tatsächlich als Buch in den Handel zu bringen, habe ich im Netz recherchiert, welche Möglichkeiten ich habe. Natürlich hätte ich versuchen können, mein Buch bei Buchverlagen ins Programm zu bringen, aber das hätte sehr lange gedauert und womöglich hätte ich das Buch auch verändern müssen. Irgendwann stolperte ich über die Book on Demand-Variante, konkret über den tredition Verlag, habe mich genauer erkundigt und dann beschlossen, mein Buch auf diesem Weg der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Und es hat blendend funktioniert.

7. Hattest du Hilfe beim Schreiben? 
Nein, ich war schon seit meiner frühen Schulzeit ein recht guter Schreiber. Meine Aufsätze in Deutsch hatten immer sehr gute Noten, von der Grundschule bis zum Fachabitur. Die meisten meiner Deutschlehrer mochten meinen Stil und auch die Arbeit für die verschiedenen Magazine, für die ich schreibe und schrieb, hat mir sehr geholfen, meinen Stil zu festigen. Allerdings gab es bei jedem Buch einige Korrekturleser, da man einfach irgendwann den Blick für Details verliert.

8. Wie viel schreibst du so am Tag? 
Das kann ich so genau nicht sagen. Ich schreibe, wenn zwei Dinge eintreten. 1. Ich habe Lust zu schreiben. 2. Ich weiß, was ich schreiben möchte. 
Meistens formuliere ich die Ideen und Gedanken unbewusst in meinem Kopf und erst wenn ich das Gefühl habe, dass ich eine gute Passage oder ein gutes Kapitel im Kopf habe, setze ich mich an den Computer und schreibe es nieder. Es kann dann aber auch mal sein, dass ich mehrere Wochen gar nichts aufschreibe. Man sollte sich nicht zum Schreiben zwingen müssen.

9. Was hast du gemacht, wenn du nicht wusstest, wie es weitergehen soll?
Ich habe pausiert. Manchmal Tage, manchmal Wochen, manchmal sogar einen oder zwei Monate. Dann lasse ich das Script liegen, kümmere mich um andere Dinge und versuche, eine gewisse Distanz zum Projekt aufzubauen. Nach einigen Woche werfe ich dann wieder einen Blick darauf, lese mir das Script nochmal in Ruhe durch und habe dann meistens neue und frische Impulse, wie es weitergehen kann. Geduld ist dabei sehr wichtig.

10. In welchem Buch würdest du gerne leben?"

Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück". Ich habe das Buch erst kürzlich gelesen, auf Empfehlung meiner besten Freundin. Es ist ein herrlich naiv erzähltes, beinahe kindlich geschriebenes Buch über eines der erwachsensten Themen überhaupt. Auch bei "Hectors Reise" gibt es Angst, Furcht und Gefahren aber die Hauptfigur schafft es, aus all diesen Dingen etwas Positives herauszuziehen. Etwas, das mir leider nicht immer gelingt. Darum beneide ich Hector sehr.

11. Trifft man dich auf Messen an? 
Nein, bislang war ich nicht auf Messen zu Gast. 
12. Nun hast du noch Raum, deiner Kreativität freien Raum zu lassen:
Erst einmal möchte ich mich für die Möglichkeit bedanken, mich im Rahmen dieser Blogreihe vorstellen zu dürfen. Ich bin ein bescheidener Mensch. Ich denke nicht, dass ich große Literatur erschaffen habe oder dass ich perfekte Werke abgeliefert habe. Das keineswegs. Aber meine Bücher haben Humor, Wortwitz und eine große Seele.  Sie sollen euch unterhalten, euch zum Lachen bringen und - im besten Fall - dafür sorgen, euch bewusst zu machen, dass der klassische Einzelhandel nach wie vor seinen Reiz hat. Denn ohne den Einzelhandel hätte ich diese ganzen irren und unglaublichen Geschichten niemals erlebt - und sie sind wirklich alle so passiert. Es sind ganz wunderbare kleine Bücher geworden, die erfahrungsgemäß nicht nur den Kollegen im Verkauf Spaß machen, sondern auch allen anderen, die tagtäglich irgendwo irgendwas einkaufen. 

Ich würde mich freuen, wenn ich den einen oder anderen hiermit auf meine kleinen Werke aufmerksam machen konnte. Ihr könnt sie nahezu überall finden. 

Und zum Schluss noch etwas Generelles: Uns allen wird heutzutage dank modernen Technologien und einzigartigen Verlagskonzepten die Chance geboten, ein Buch schreiben und veröffentlichen zu können. Jeder Mensch darf das. Jeder Mensch darf heute ein Buch schreiben. Die Erfahrung, gerade im Books on Demand-Bereich, zeigt aber, dass nicht jeder Mensch ein Buch schreiben SOLLTE. Denn manchmal kommt dabei leider sehr großer Mist raus, bei dem selbst simpelster Satzbau und Interpunktion gänzlich in die Hose gehen. Ein sehr besorgniserregendes Zeichen für unsere Generation, finde ich. 

Wenn ihr euch aber sprachlich dazu in der Lage fühlt, wenn ihr eine intelligente, berührende oder witzige Geschichte erzählen wollt und wenn ihr eure Leidenschaft für das Schreiben mit anderen teilen wollt, dann versucht es einfach. Es ist gar nicht so schwer. :)
Dankeschön! 


Ich bin der Meinung seine Bücher sollte man lesen. Vielleicht seht ihr es ja genauso.
~Anna

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