Samstag, 20. Mai 2017

In der Plauderecke mit... GedankenReich Verlag

Über dieses Interview freue ich mich sehr, da dieser Verlag blutjung ist (und ich mich auf kommende Zusammenarbeit freuen darf. Aber jetzt schaut auch erstmal an, was Denise uns zu erzählen hat.

Verlegerin Denise
1. Zunächst einmal: Wer bist du ?


Mein Name ist Denise. Ich bin 26 Jahre alt und von Kindesbeinen auf von Büchern fasziniert. Mit meinem Lebensgefährten und Kater „Socke“ lebe ich in Hannover.

2. Und was ist dein Verlag?
Mein Verlag ist der „GedankenReich Verlag“, den ich Ende Januar 2017 gründete. Nach langem Überlegen habe ich endlichen diesen Schritt gewagt und möchte Autoren ein besonders schönes Zuhause bieten.

Das wunderschöne Logo
3. Wie kamst du zu dem Beruf und dem Verlag?
Ich bin eigentlich gelernte Europasekretärin. Aber die Faszination für Bücher bin ich nie losgeworden. Als Blogger bin ich seit 2012 unterwegs und habe meine ersten Schritte als Autorin gemacht. Aber besonders die Phase nach dem Schreiben hat mich sehr beschäftigt. Ich fing an Kollegen zu unterstützen und habe mich an den Traum eines Verlages herangewagt.

4. Was magst du an deinem Beruf am liebsten?
Die Arbeit mit den Menschen: Autoren, Illustratoren, Grafikern. All diese kreativen und herzlichen Menschen um mich herum machen mich glücklich.
Es ist toll die Begeisterung von Autoren und Lesern zu beobachten, obwohl unsere Bücher noch gar nicht auf dem Markt sind. Unsere Vorfreude ist groß!

5. Und was magst du gar nicht?
Absagen schreiben! Ich schreibe so genau ich kann meine Gründe auf, zeige den Autoren was ich mochte, aber auch weshalb ich Nein sagen musste. Damit muss ich selbst erst einmal zurecht kommen

6. Was sind die Voraussetzungen für deinen Beruf und wie sieht der Weg dorthin aus?
Viele Verleger haben andere Hintergrundgeschichten, andere Berufe gelernt. Für meinen Beruf zur Europasekretärin habe ich nicht nur 3 Sprachen gelernt, sondern auch BWL, ReWe, KoLi, Unternehmensführung, Office Management und Seminare in vier verschiedenen Rechtssystemen absolviert. Doch das war mir nicht genug. Deswegen habe ich mich zwei Jahre mit dem Bereich des Verlegens auseinander gesetzt, habe Tagungen besucht, Bücher gewälzt, mich mit der Existenzgründerhilfe auseinander gesetzt und fing dann an mir Dienstleister zu suchen. Bis ich am Ende den Schritt zum Gewerbeamt gewagt habe.

7. Ist es dein Traumberuf oder würdest du was ändern, wenn du könntest?
Ich habe bereits vieles geändert, um hier anzukommen. Ich arbeite bislang erst mit 4 Autoren zusammen und das erfüllt mich bereits über alle Maßen, dass ich nicht aufhören kann zu Lächeln. Ich kann Stunden über Stunden am Verlag arbeiten und ich werde es nicht leid.
Frag mich lieber nochmal, wenn die Hektik ausbricht, vielleicht hat sich meine Meinung dann geändert :D

Merkt euch dieses Buch schonmal
8. In welchem Buch würdest du gerne leben?
Das ist schwierig, da die meisten Bücher ziemlich viele Probleme beherbergen. Aber die Mawuria-Dilogie von Katharina Groth wäre schon nicht schlecht. Ich würde mir ein ruhiges Fleckchen auf der Insel suchen und mich meines Lebens freuen.
Aber wie fast jedes Mädchen meines Alters schlummert in mir der Wunsch nach Hogwarts <3

9. Hast du Kriterien, mit denen du beschließt, welche Bücher du annimmst?
- Das Exposé muss mich reizen. Die Idee, die der Autor transportieren will, muss mich direkt abholen.
- Der Schreibstil in der Leseprobe sollte dem Genre, der Zeitlinie und dem Publikum entsprechend sein.
- Wenn ich das ganze Manuskript einfordere und über 50% gelesen haben und keinen rapiden Abfall von Spannung oder ähnliche Probleme finde, dann ist das ebenfalls ein gutes Zeichen.

10. Spielt deine Meinung dabei eine große Rolle?
Ja sehr. Ich möchte zu 100% hinter den Geschichten stehen können, die ich verlege. Das Exposé muss mich von der Idee des Buches unbedingt überzeugen, sonst langweile ich mich bereits bei der Leseprobe. Die Leseprobe ist lediglich dazu da um mir ein Bild vom Schreibstil zu machen. Passt beides zusammen lese ich das Buch. Da ich noch neu bin, habe ich die Zeit dazu und die nutze ich auch.
Ich muss ein gutes Gefühl bei dem Buch haben und es sollte mir gefallen.

11. Was machst du, wenn der Autor dir unsympathisch ist?
Das ist schwierig. Bislang ist mir zum Glück kein Bewerber unsympathisch erschienen. Alle bemühen sich wirklich sehr. Aber in erster Linie schaue ich auf das Werk, das ich vorliegen habe. Die Vita schaue ich mir zum Schluss an.
Ich werde sehen, wie ich damit umgehen werde, wenn es soweit ist!

12. Möchtest du uns noch etwas mitgeben?

Auch wenn ihr von einem Verlag eine Absage bekommt heißt das nicht, dass euer Werk schlecht ist. Traut euch! Mehr als ein Nein kann nicht bei rum kommen und ihr nehmt wertvolle Erfahrung mit nach Hause und/oder einen Verlagsvertrag

Ich denke, von diesem Verlag werden wir noch einiges hören. Ich bin auf jeden Fall gespannt

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