Sonntag, 15. Januar 2017

♡Rezension♡ Einen Scheiß muss ich

Ich habe ja gestern in meinem Post schon erzählt, dass ich unbedingt das nächste Buch lesen wollte. Es war kein anderes als "Einen Scheiß muss ich" von Sean Brummel alias Tommy Jaud (bekannt durch seine Bücher Hummeldumm und Vollidiot).
Klappentext:
Müssen wir wirklich abnehmen, aufräumen und uns ökologisch korrekt verhalten? Vorwärtskommen im Job, zu allem eine Meinung haben und rausgehen, wenn die Sonne scheint?
"Nein!", sagt US-Bestseller-Autor Sean Brummel alias Tommy Jaud "einen Scheiß müssen wir! Die Leute sterben nicht, weil sie zu wenig Licht bekommen. Sie sterben, weil sie zu wenig Spaß haben."
Beurteilung:
Ich habe das Buch gestern angefangen und konnte es nicht weglegen. Das ging soweit, dass ich Pierre gegenüber ein schlechtes Gewissen hatte, doch was hab ich gelernt? Das war ein Trick des Muss-Monsters, denn es ernährt sich von schlechtem Gewissen und Angst. Deshalb sollten alle aufhören irgendwas zu müssen, denn einen Scheiß muss man! Sean Brummel kritisiert ironisch und überspitzt aktuelle Themen, wie vegane Ernährung, Sport und politische Korrektheit. Gerade diese satirische Weise macht das Buch nicht zu einem typischen Ratgeber, sondern eher zu einer Komödie, die man nicht allzu ernst nehmen sollte (das könnte echt nicht so gut enden). Für Sean Brummel scheint es jedoch zu klappen, denn nach seiner Scheidung, Kündigung und Umstellung seines Lebens ist er mit seiner neuen Freundin Karen glücklicher als je zuvor und braut fröhlich das 11. stärkste Bier Kaliforniens und beheimtet den einbeinigen Vogel Legless Larry.
Besonders gut gefällt mir, dass Jaud die Thesen, auf welche er sich stützt, mit Fußnoten versieht und man bei Bedarf die angegebenen Quellen recherchieren kann. Ich hab es getan und fand einige interessante Artikel, die im Buch genutzt wurden. (Wer will kann ja mal gucken, ob Vegetarier mehr Blut vergießen als Fleischfresser -was laut Brummel der Fall ist- : http://www.urgeschmack.de/verursachen-vegetarier-mehr-blutvergiessen-als-fleischesser/ ).
Das Buch enthält nach jedem Kapitel eine Übersicht, was man alles nicht musst und was daraus resultiert. Diese Übersichten verdeutlichen noch mal was man schon alles gelernt/gelesen hat. Auch Zeichnungen des Muss-Monsters und Bilder illustrierten einige Themen ganz gut.
Da ich dieses Buch als Komödie und nicht als Ratgeber sehe, war es ein großes Vergnügen und den Satz "Einen Scheiß muss ich!" werden sich meine Mitmenschen jetzt wohl öfter anhören dürfen.
Reading-Challenge:
Das Buch ordne ich ein bei "A book with career advice", da es auch ein Kapitel darüber enthielt, dass wir keinen Job brauchen. Denn mittlerweile sei der Job eine Droge und man würde doch nur im Burnout und als Yoga-Lehrer enden. Ich freue mich trotzdem auf meinen Job, aber es passt einfach zu gut in diese Kategorie!
Fazit:
Wer lachen will oder was Leichtes für zwischendurch sucht oder wer einfach unglücklich mit seinem Leben ist, der sollte dieses "Manifest gegen das schlechte Gewissen" lesen. Aber was weiß ich schon, denn einen Scheiß müsst ihr!

~Anna

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